Sonntag, 16. Juni 2013

Scenesters' Gewinnspiel: FULL HIT OF SUMMER FESTIVAL

Wir verlosen 1 mal 2 Karten für das FULL HIT OF SUMMER FESTIVAL am 20.6.2013 in der Wiener Arena.


Auch 2013 erwartet euch ein grandioses Line-Up. Frightened Rabbit aus Glasgow werden spielen ebenso wie die in UK äußerst erfolgreiche Formation British Sea Power. Und da aller guten Dinge drei sind, werden auch noch ME aus Melbourne mit ihren hymnischen Songs das Festival rocken.







Um zu gewinnen, sende bitte ein Mail an scenestersaustria@hotmail.com mit dem Betreff "FULL HIT OF SUMMER". Mit etwas Glück gehören die beiden Tickets dann dir!
Bis MI, 19.6., 12.00 Uhr könnt' ihr uns schreiben!

Freitag, 14. Juni 2013

Scenesters' Review: POLKOV "Live at the Recorder"

Um den Kosmos der Grazer Band POLKOV zu beschreiben werden gerne Wörter wie Pop, Kollektiv oder Melancholie verwendet. Doch es steckt mehr dahinter als diese Begriffe in der Lage sind zu zeigen, wie die Debüt-Seven-Inch „Live at the Recorder“ an den Tag legt. „Yesterday was terrible, yesterday is gone.“ heißt es dort. Und die Zukunft sieht vielversprechend aus.

Das oben stehende Zitat stammt aus „Pictures“, welches zusammen mit dem Lied „Reverie“ die beiden Seiten von Polkov's Erstlingswerk bildet und vorab mittels einem, durch schicke schwarz-weiß-Ästhetik überzeugenden Musikvideo der Welt vorgestellt wurde. Dieses Video bietet wiederum einen Vorgeschmack auf eine 30-minütige Dokumentation, die während des Aufnahmeprozesses der EP entstanden ist.




Doch zurück zum eigentlichen Steckenpferd der Band, nämlich der Musik. Dass Polkov in der Lage sind gute, stimmige Lieder zwischen Pop, Country und in den früheren Tagen auch Punk zu schreiben ist schon länger bekannt. Vor allem in und um Graz, der kreativen Heimat der Formation, die 2010 von Singer-Songwriter Laurenz Jandl gegründet wurde. Unterstützt wird dieser dabei von einer durchaus variablen Anzahl an Mit- und Gastmusikern. Doch trotz dieser Fluktuation ist es Polkov stets gelungen den kreativen Prozess und somit sich selbst am Leben zu erhalten. Eine Tatsache, die nun in der Seven-Inch „Live at the Recorder“ ihre erste Formvollendung findet.

Das Stichwort „live“ ist dabei ernst zu nehmen, so wurden die zwei, in einem Studio nahe Graz (dem „Recorder“) aufgenommenen Lieder ohne zusätzliche Instrumental- oder Vokal-Overdubs eingespielt. Diese Tatsache verleiht der EP nicht nur einen gewissen Charme sondern zeigt auch die große Stärke von Polkov, das Live-Spielen. Der Slogan „what you see is what you get“ kann demnach groß geschrieben werden. Was man geboten bekommt, kann sich also durchaus sehen und vor allem hören lassen. Die beiden Lieder selbst decken ein Spektrum zwischen beschwingter und melancholischer Pop-Musik ab. Sie überzeugen neben der gelungenen Instrumentalisierung (welche unter anderem durch den Einsatz von Ukulele, Klavier und, im Falle von „Pictures“, treibendem Schlagzeug erfolgt) auch durch gutes Songwriting, sowohl bezogen auf eingängige Melodien wie auch persönliche Texte. Da fallen Kleinigkeiten wie Temposchwankungen auf keinen Fall ins Gewicht, denn das große Ganze macht diese wett und definitiv Lust auf mehr.

Im Grunde genommen kann also gesagt werden, dass Polkov mit „Live at the Recorder“ viel richtig gemacht und sich selbst eine solide Ausgangsbasis für die bandeigene Zukunft geschaffen haben. „Yesterday was terrible“ sollte also in weite Ferne rücken.


Bonetti's Skala zum Glück: 7,1 / 10


Live at the Recorder“ erscheint am 21. Juni via ZITA-Records. Im Rahmen der Veröffentlichung findet am selben Tag eine Releaseparty in der Postgarage Graz statt (Abendkassapreis: acht Euro). Neben Polkov werden dort auch Viech und Aiko Aiko auf der Bühne stehen. Also: Kalender raus und Datum markieren!

(c) B.L. Bonetti

Donnerstag, 13. Juni 2013

Scenesters' Gewinnspiel: Kurt Vile & Mile Me Deaf

KURT VILE spielt am 18.6.2013 ein Konzert im Wiener WUK und ihr könnt' dafür 1 mal 2 Karten gewinnen. WIE? Einfach Mail an scenestersaustria@hotmail.com senden, mit dem Betreff "Gewinnspiel" versehen und mit etwas Glück entscheidet sich das Los für dich!!

Mit Kurt Vile kommt ein exzentrischer Rockbarde nach Österreich, der auch Größen wie J Mascis oder Sonic Youth zu seinen Fans zählen darf. Selbst wird er gern mal in einem Atemzug mit Rockurgesteinen wie Bruce Springsteen genannt. Doch auf dieses Namedropping ist der amerikanische Musiker gar nicht angewiesen, denn seine Songs, die sich zwischen 60ies-/ 70ies-Rock, Folk und Pop bewegen, sprechen da für sich selbst.
Anfang April erschien das 69-minütige Doppelalbum Album „Wakin On A Pretty Daze“ (Matador) des amerikanischen Songwriters.




Und wenn das nicht schon großartig genug wäre, wird er auch noch supportet von den österreichischen Lo-Fi Helden von MILE ME DEAF.



Mehr Infos zum Konzert unter http://www.psimusic.com/kurt_vile


TOI, TOI, TOI!

Einsendeschluss: 16.6.2013, 24.00 Uhr.

Dienstag, 11. Juni 2013

Scenesters' Tipp: JO STRAUSS

Der Singer-/ Songwriter Jo Strauss veröffentlichte Ende Mai sein selbstbetiteltes Debüt auf dem Wiener Label Prückl Beats.

Einem Karussell der Gefühle wird man beim Anhören des Albums "Jo Strauss" ausgesetzt und der morbide Wiener Charme blitzt an jeder Stelle hervor. Ein Faible für Wiener Lieder, die Austropop-Tradition sowie die literarische Vergangenheit der österreichischen Hauptstadt lässt sich da schwer verleugnen. 

Die kratzig-irritierende Reibeisenstimme und die schwermütigen, lyrischen Texte von Jo Strauss verleihen den 13 Songs jedoch einen unverwechselbaren Charakter.




Der Sound des Albums ist geprägt von einer unaufgeregten Intimität, äußerst Jazz-lastig, durchbrochen von noisigen Ausbrüchen aber immer voller Gefühl. Jo Strauss schart dafür, mit David Eibl von den Berliner Elektro-Durchstartern Tubbe, Stefan Sonntagbauer von den Dialektrockern Krautschädl und der Linzer Jazz-Hoffnung Simon Raab, fähige Musiker aus den unterschiedlichsten Genres um sich.
Ein Debüt, das einen gespannt erwarten lässt, was uns der derzeit in Berlin lebende Musiker in Zukunft noch so abliefern wird.

Das Video zur ersten Single „Berlin stirbt“:



Mehr Infos sowie aktuelle Tourdates gibt es auf der HP http://www.jo-strauss.at/ 

Mittwoch, 5. Juni 2013

Behind the Scenesters': Filmpremiere JACQUELINE BUSH

Der Gegenwart Kulturverein machte sich in seinem ersten Filmprojekt auf die Suche nach der steirischen Musikerin Jacqueline Bush.

Ob sie gefunden wurde, erfährt man in der Musikdokumentation "Auf der Suche nach Jacqueline Bush", die am 22. Mai im Grazer KIZ Royal Kino erstmals gezeigt wurde.

Wer die Premiere verpasst hat, kann sich den Film auf DVD checken und diese gibt es gleich im Doppelpack mit einer 10'' Inch Vinyl, die vier Songs von Jacqueline Bush beinhaltet. Erhältlich in Graz bei In and Out Records & Dux Records oder direkt beim verantwortlichen Plattenlabel Early Morning Melody.

Wir waren auf jeden Fall begeistert vom Film ebenso das Premierenpublikum, wie man unserem Video entnehmen kann.



Hier nochmal der Trailer zum Film:



(c) lizdisaster, eva knievel, Elli Ktrizität, hohesZeh

Samstag, 25. Mai 2013

Scenesters' Mailinterview mit FILOU

Seit gestern, dem 24.Mai 2013, ist das Zweitwerk der Wiener Soundpoeten FILOU im Handel. "Vor und nach der Stille" heißt das gute Stück, das mit eingängigen Pop-/Rock-Melodien und interessanten deutschsprachigen Texten aufwartet.
Wir lassen hier Lukas Meschik, Jung-Autor und Frontmann des Wiener Vierers Filou selbst zu Wort kommen. Was ihr über  Filou unbedingt wissen solltet und was euch am neuen Album erwartet, erfährt ihr im folgenden Mail-Interview.



Wie würdet ihr jemanden, der Filou noch nicht kennt, eure Musik schmackhaft machen bzw. was sollte man unbedingt über euch wissen?
Lukas Meschik: Ich würde unsere Musik jedem ans Herz legen, der deutschsprachige, eher gitarrenlastige Musik mag und einen Sinn für Texte und Songstrukturen hat, die einen nicht für dumm verkaufen. Wir nehmen für uns in Anspruch, den Hörer sehr ernst zu nehmen, ihm also mehr als die durchschnittliche Pop-Aufmerksamkeitsspanne zuzutrauen. Irgendwie glauben wir an den mündigen Hörer, den es da draußen ja durchaus gibt. Und wenn jemandem die lyrics nicht so wichtig sind, was auch okay ist, dann kann er hoffentlich einfach eingängige Melodiebögen und abwechslungsreiche Songs genießen.



Beschreibe bitte den Sound eures neuen Albums „Vor und nach der Stille“ in 5 Worten.
Lukas Meschik: Analog. Klar. Durchdacht. Mittig. Blau. – Hoffentlich.

Was hat sich für euch als Band verändert seit ihr 2011 euer Debüt „Show“ veröffentlicht habt?
Lukas Meschik: Wichtig ist unser neuer Drummer Robin, der einen frischen Wind und gute Ideen, insgesamt eine neue Energie hereingebracht hat. Vorher war auch alles in Ordnung, jetzt fühlt es sich aber einfach kompletter an. Ich erlebe unser Bandgefüge als ideale Konstellation, wo jeder seinen Platz hat, jeder seine Aufgabe erfüllt. Und da meine ich nicht bloß das Spielerische, sondern auch, dass der eine eher fürs Organisatorische, der andere für die tägliche Dosis schwarzen Humor zuständig ist – sehr unfair verteilt, ich weiß.

Wie habt ihr den Aufnahmenprozess zum zweiten Album empfunden?
Lukas Meschik: Wir hatten mit Alex Tomann einen sehr erfahrenen Mann an unserer Seite, der hat zum Beispiel auch Francis International Airport, Bilderbuch oder Christoph und Lollo recorded. Ich weiß nur das Beste über ihn zu berichten: Er hat hundert ominöse Kästchen und tausend Schrauben, an denen man drehen kann, ist ein richtiger Soundfuchs, dabei noch freundlich und extrem engagiert, er unterstützt einen in jedem Detail. Bis zum letzten Arbeitsschritt hat er sein waches Ohr an allem und schaut, dass die bestmögliche Scheibe aus dem Presswerk rollt.
Davor haben wir schon auch unsere Hausaufgaben gemacht, was die Probenarbeit angeht, damit wir live einspielen konnten, also alle zu viert im gleichen Raum, und nicht eine Spur nach der anderen, was oft steril und leblos klingen kann.

Lukas, für dich als Autor was ist dir wichtiger: der Text oder die Musik bzw. was ist vorher da?
Lukas Meschik: Ich sehe die Band völlig unabhängig vom Schreiben. Natürlich ist mir ein intelligenter, prägnanter, wuchtiger Text wichtig, jede Silbe soll stimmen, aber die Musik ist absolut nicht nur Untermalung des vertonten Gedichts oder so. Beides entsteht gemeinsam, man spielt einfach so vor sich hin, allein oder zusammen, und seltsamerweise formt der Mund irgendwelche Wörter, die manchmal einen Sinn ergeben, das ist dann ein guter Ausgangspunkt, damit kann ich mich zurückziehen und irgendwann mit einem ausgefeilten Songtext wiederkommen. Ich möchte die Entstehungsprozesse gar nicht zu sehr analysieren oder zerreden, das würde sie entzaubern. Es sitzt ja immer die leichte Angst im Nacken, mal für einen längeren Zeitraum nichts Brauchbares hinzukriegen.
Meine Rolle ist eher die des Input-Gebers, aber ich bin nur ein Viertel der Band. Die anderen sind ganz eigenständige, phantasievolle Musiker, was sie daherjammen, inspiriert mich oft zu Wörtern, die sich da gut hineinschmiegen. Spielerisch möchte ich mich nicht genieren und schaue auch, dass ich mein Gitarrengezupfe übe, man soll sich nicht auf seinem Text ausruhen und nicht einmal wissen, wo beim Instrument hinten und vorne ist. Um unser Lied Garten Eden zu zitieren: Das ist mehr als nichts, aber weniger als alles ist nicht genug.

Warum textest du lieber auf Deutsch?
Lukas Meschik: Auf Englisch kann ich es einfach nicht. Mit vierzehn, fünfzehn habe ich es versucht, aber schnell gemerkt, dass es nicht viel bringt. Es holpert dahin und ist weit davon entfernt, originell oder besonders zu sein. Mein Gedanke war immer: Wie würde das für einen Engländer oder Amerikaner, also für Muttersprachler klingen? Könnte ich den die Kinnlade runterklappen lassen, weil das so schöne Bilder hat und ins Schwarze trifft? Ehrlich gesagt nicht. Ich will nicht behaupten, dass es auf Deutsch klappt, aber immerhin kann ich mich selbst oft zufriedenstellen. Einen guten flow kriegt man auch im kantigen Deutsch hin, ohne überall englische Fetzen einzustreuen. Ich bin nicht so der Kauderwelsch-Freund.
Ich finde es ziemlich blöd, dass hierzulande und überhaupt vielerorts keinem auffällt, was für ein grenzdebiles Volksschul-Englisch von heimischen Bands teilweise durch den Äther gejagt wird. Am besten wird es, wenn dann noch ein aufgesetzter accent dazukommt, als ob plötzlich irgendein St.Pöltner aus Manchester käme. Auf Konzerten stellt sich eine groteske Diskrepanz ein à la: Yeah, baby, come on, yeah, let's go, hey, i love you, give it to me, baby - Servas, mia san The Super Sexy Lovers aus Gramatneusiedl. Oder so. Dabei wünsche ich viel Spaß, ich brauche es aber eher nicht.

Dankeschön für das Interview!

Mehr INFOS zur Band auf 

Sonntag, 5. Mai 2013

Scenesters' Tipp: Crystal Soda Cream on Tour

Die dreiköpfige Wave-Popformation Crystal Soda Cream aus Wien veröffentlichte Ende April ihr aktuelles Album "Escape from Vienna" auf Totally Wired Records
Wir möchten euch an dieser Stelle das aktuelle Video zu "Shot By Both Sides" sowie die anstehenden Konzerttermine des Wiener Dreiergespanns ans Herz legen. Heute Abend spielt Crystal Soda Cream zusammen mit der kanadischen Band Terror Bird im rhiz, Wien. Kommenden Dienstag sind sie dann Support für The Ravonettes in Graz.



Über das besagte Album konnte man im Skug folgendes lesen:

Flucht aus Wien: Der very britishe Umgangston mit der Welt, den Crystal Soda Cream auf Bühne und Aufnahme artikulieren, erinnert an den feinen, zynischen Esprit von Popexistentialisten wie The Smiths oder The Cure - nur frei von Pathos, dank zusammengestauchter Texte. Also Morrissey minus EgoSmith minus Selbstmitleid. Quasi Magazine. Die Bausteine Gesang, Rhythmusgitarre (Philipp Forthuber), Bass (Sebastian Ploier), Schlagzeug und Synthesizer (Theresa Adamski) nehmen auch der musikalischen Komposition jeglichen High-Fidelity-Pomp, viel Hall und Delay besorgen die atmosphärisch konsequente Dichte. Undurchdringlich wie ein John Carpenter Freiluftscreening im Nebel über dem Hochmoor. (Michael Giebl)

Live-Termine:

5. Mai: CRYSTAL SODA CREAM
Rhiz, Wien, (w/ Terror Bird)

7. Mai: CRYSTAL SODA CREAM
Postgarage, Graz, (w/ The Raveonettes)