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Freitag, 3. Mai 2013

Scenesters' Mailinterview mit deadnote.danse

Die 4-köpfige Wiener Elektro-Pop-Band deadnote.danse veröffentlichen nächste Woche ihr Debütalbum mit dem klingenden Titel "Cornucopia" (Release-Abend ist am 9.5.2013 in der Fluc Wanne, Wien!!). Wir nahmen das zum Anlass, um ihnen ein paar Fragen zum besagten Album, zu ihren Bandanfängen und ihrer Zukunft als Band zu stellen.




Wann habt ihr euch entschlossen eine Band zu gründen? Was war der entscheidende Anstoß für diese Entscheidung?
Die band deadnote.danse! wurde vor ca 2,5 Jahren von den Zwillingen Mario und Giovanna Fartacek gegründet. Beide haben zuvor schon in anderen Projekten mitgespielt, doch langsam war es an der Zeit etwas komplett Eigenständiges zu machen, mit einer gewissen Ernsthaftigkeit dahinter.

Beschreibt den Sound eures Debütalbums „Cornucopia“ bitte in 5 Worten.
Emotional, sphärisch, überladen, großstädtisch, trip-pop.

Gab es bestimmte musikalische Vorbilder / Einflüsse, von denen ihr euch für „Cornucopia“ inspirieren ließt?
Cornucopia ist wie die meisten Debütalben recht vielseitig, und spiegelt in Summe das wieder, was wir alle in den letzten 5 Jahren gehört haben. Wichtig waren für uns Bands wie Radiohead, The XX, Archive, The Notwist oder Nine Inch Nails und wenn man genau hinhört kann man sicher die ein oder anderen Elemente raushören. Aber bewusst haben wir uns schon auf unser eigenes Ding konzentriert.

Wie, wann, wo entstand euer Album? Und wie schaut die konkrete Arbeitsteilung innerhalb der Band aus?
Das Songwriting übernehmen hauptsächlich Mario und Giovanna. Mario macht die Vorproduktionen via PC und lässt Giovanna dann einfach mal drübersingen... dann werden Meinungen ausgetauscht und so entsteht langsam ein Song, der dann noch live umgesetzt werden muss.
Die erste Studio-Session war bereits im Mai 2012, wobei die Preproductions schon Anfang 2012 begonnen haben. Gezogen hat sich das Ganze dann bis Dezember 2012.

Was möchtet ihr mit eurer Band erreichen? Sagen wir in den nächsten fünf Jahren.
Das ist keine leichte Frage, da man neben seinen Träumen und Ambitionen doch realistisch bleiben muss. Wir lieben es live zu spielen und hoffen, dass wir noch ganz viel Festivalerfahrung sammeln dürfen. Natürlich wäre eine kleine Tour im Ausland auch etwas Feines.
Das größte Ziel ist aber, dass wir unserer Musik treu bleiben und bei unseren Soundvorstellungen bleiben, auch wenn es nicht jedem gefällt.
Und vielleicht springt ja irgendwann mal ein kleines Taschengeld dabei raus.

Wenn ihr euch die österreichische Musiklandschaft anschaut, was sollte unbedingt geändert werden?
In Österreich gibt es viele ambitionierte und auch erfolgreiche Bands, viel ändern würde ich da nicht. Jede Band geht seinen Weg. Man sagt zwar immer, dass man in Österreich eh schnell mal ansteht und nichts erreichen kann, aber es gibt immer mehr Bands die das Gegenteil beweisen, daher glauben (hoffen) wir, dass die Österreichische Szene immer wichtiger werden wird, auch international.

Wir featuren auf unserem Blog ja hauptsächlich Musik aus Österreich. Welche österreichischen KünstlerInnen /Bands findet ihr so richtig toll?
Natürlich unsere Salzburger Kollegen und Vorbilder von Steaming Satellites. Sie haben es geschafft mir ihrer Musik den Schritt raus aus Österreich zu gehen, obwohl es auch für sie ein sehr langer und steiniger Weg war.
In der Oberösterreichischen Musikszene tut sich wahnsinnig viel. Die Jungs von Bilderbuch und Beth Edges halten sich schon so lange in dieser Szene und schieben kontinuierlich neuen Stoff raus. Francis International Airport, Sex Jams, oder Milk+ finden wir auch grandios. Es gibt so viele gute Bands...

In eurer Presseinfo heißt es, dass ihr nicht wie eine typische österreichische Band klingt. Was unterscheidet euch von den anderen österreichischen Bands, die aktuell zu hören sind?
Wir legen besonders großen Wert auf das Sounddesign und versuchen uns für jeden Song Elemente zu überlegen, die noch nicht so abgedroschen klingen, wobei abgedroschen nicht zwanghaft schlecht sein muss... Aber uns ist sehr wichtig nicht gleich mit anderen großen Bands verglichen zu werden, und gerade in Österreich hört man schon oft Bands, deren Sound man sofort mit anderen großen Bands assoziiert, was auch völlig ok ist. Aber wir legen eben sehr viel Wert auf Eigenständigkeit, wobei auch wir noch sehr viel daran arbeiten müssen.

Der Festivalsommer klopft langsam aber sicher an die Tür. Werdet ihr selbst auf einem der österreichischen Festivals spielen bzw. werdet ihr das eine oder andere auch privat besuchen?
Aktuell bestätigt ist, dass wir am „On the rocks“ –Festival im Steinbruch in Golling bei Salzburg spielen werden und im Herbst beim Vienna Waves Festival. Wir freuen uns schon sehr! 1-2 Festivals kommen noch dazu im Sommer, die werden wir schon bald ankündigen.




 Aktuelle Gig-Liste:
• 09.05.13 - Fluc Wanne, Wien
• 10.05.13 - Rockhouse, Salzburg
• 13.05.13 - Weekender Club, Innsbruck
• 23.05.13 - Rockhouse, Salzburg /w Royal Canoe (CA)
• 25.05.13 - Ann and Pat, Linz
• 01.06.13 - Bergwerk, Neusiedl
• 20.07.13 - On the Rocks Festival, Golling
• 21.09.13 - Kulturhofkeller, Villach
• 03.10.13 – Waves Vienna

http://www.deadnotedanse.com/

© lizdisaster

Samstag, 5. Februar 2011

Spot on Austria

Nach einer schöpferischen Pause melden wir uns hier und jetzt wieder zurück aus unserem Winterschlaf. Höchste Zeit, denn auf unseren Schreibtischen stapeln sich bereits fantastische Beiträge über noch fantastischere Bands, die auf ihre Veröffentlichung warten. Eine Liste dieser Beiträge findet ihr rechts oben im Blog unter "COMING UP".

In unserer Pause waren wir natürlich nicht gänzlich untätig. Es wurde gedreht, es wurden Konzerte besucht, unser Team wurde erweitert und vorige Woche haben wir es letztendlich in die Hauptstadt geschafft und sind von nun an auch in Wien vertreten.

Stichwort Wien. Ein kollektiver Ausflug führte uns vor einigen Tagen in die Stadt der Menschenfresser. Es galt, einige vielversprechende Konzerte zu besuchen. 
Da gab es zum einen Francis International Airport zu bewundern. Diese hatten bereits beim diesjährigen Eurosonic Festival (verdammt wichtiger Showcase mit Bands und Business-Leuten aus ganz Europa) für Aufsehen gesorgt. Zu Recht. Gänsehaut von der ersten bis zur letzten Sekunde im zur Gänze gefüllten WUK. Das hat uns ehrlich gesagt überrascht. Nicht die Gänsehaut, aber die enorme Menge an Besuchern. Diese Band ist also kein Geheimtipp mehr. Ihr zweites Album "In the Woods" sollte sich in jeder geschmackssicheren Platten- bzw. CD-Sammlung befinden. Wir sind nicht die einzigen, die dieser Band Großes prophezeien und wünschen.




Auch nicht schlecht: Diver. An diesem Abend als Vorband von Francis Int. Airport zu bewundern, bekommen auch sie von uns ein riesiges "Like". Die Aufmerksamkeit der Besucher war durch die Vorfreude auf die Hauptband des Abends etwas gemindert. Das machte den Auftritt von Diver aber keinesfalls schlechter. Eine Band, die man sich gerne wieder ansieht und -hört.

Tags darauf regierten die Dänen in Musik-Wien. Was das in einem Blog über die österreichische Musikszene zu suchen hat, ist einfach erklärt: Das Mini-Festival "Spot on Denmark" im B72 entstand unter einer Zusammenarbeit von dänischen und österreichischen Einrichtungen. Auf österreichischer Seite waren dies: ink music, AMAN, FM4, TBA, gotv und  the gap. Näheres zu Spot on Denmark hier.
Das Festival war umrahmt von Networking-Veranstaltungen mit Delegierten aus Österreich, Dänemark, Ungarn, der Schweiz und der Slowakei. Diese wiederum fanden zum Teil tags zuvor ihren Weg ins WUK (Diver, Francis Int. Airport) und zur FM4 Studio 2 Session (Destroy, Munich, Elektro Guzzi) und tragen - so hofft man - die frohe Botschaft österreichischer Qualtiätsmusik hinaus in die große weite Welt.


http://www.elektroguzzi.net/

© hohesZeh